Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Abendjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Der Orden der Predigerbrüder". Zum 800. Todestag des Heiligen zeigt Pater Günter Reitzi, Prior des Dominikanerklosters in Wien, Beispiele aus dem Leben des Dominikus Nur wenig ist über die Worte und Taten des Heiligen Dominikus (1170-1221) überliefert. Im Vergleich zu anderen Heiligen Ordensgründern, deren Lebensbild reich an Erzählungen und Legenden ist, wie zum Beispiel bei Franz von Assisi, steht bei Dominikus immer sein Werk im Vordergrund. All sein Handeln zielt darauf ab, durch Lebensform und Wort und geformt durch gründliches Studium, einen Gott des Erbarmens und der Rettung zu verkünden. Gemeinschaftliches Leben und Beten sind für ihn Voraussetzung für die, die sich seinem Predigtwerk anschließen. "Auch ich habe zuerst den Orden kennengelernt - durch eine Osterpredigt in der Wiener Kirche des Ordens. Erst in Folge der Begegnung mit dem Orden bin ich Dominikus begegnet", erinnert sich Pater Günter Reitzi, Prior des Dominikanerklosters in Wien. In den Mittelpunkt seiner "Gedanken für den Tag" zum 800. Todestag des Heiligen am 6. August, stellt er den Gebetsruf von Dominikus "Oh Barmherzigkeit, was wird aus den Sündern!" und zeigt anhand von Beispielen aus dem Leben des Dominikus, wie dieser einen barmherzigen, rettenden Gott verkünden wollte.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Portrait Seine Leidenschaft gilt gleich zwei Instrumenten - der 1997 in Steyr (OÖ) geborene Pianist Martin Nöbauer hat sich vor vielen Jahren sowohl dem modernen Klavier als auch dem historischen Hammerflügel verschrieben.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Liebesgeschichten zwischen Marcel Proust und Reynaldo Hahn. Ernüchterndes von Wolfgang Bauer. Musik für eine gähnende Frau und die schöne Geschichte vom Enkel Albrechtsbergers, der - weil er als Kind die Schritte vom Grab des Großvaters zählte -, das Mozart-Grab am St. Marxer Friedhof lokalisieren konnte.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Gewässerbiologe Rainer Kurmayer über Mikroplankton und Klimawandel. Teil 4: Giftige Algenblüten Gestaltung: Thomas Thaler Ab den 1950er Jahren begannen viele der bekannten Seen um die Alpen zu kippen. Der Eintrag von Stickstoff und Phosphor durch ungeklärte Abwässer wirkte wie Dünger für die mikroskopisch kleinen Algen im Seewasser. Diese Mikroorganismen sind wirklich sehr klein, ein Milliliter enthält Hunderttausend bis eine Million Zellen. Steigt ihre Zahl an, wird das als "Eutrophierung" bezeichnet. Ab den 1970er Jahren wurden die Folgen der zunehmenden Eutrophierung in vielen Seen sichtbar. Die hohe Bioproduktion führte etwa dazu, dass sehr viele abgestorbene Algen in tiefe Seeschichten absanken, und dort zersetzt wurden. Dabei wurde vermehrt Sauerstoff verbraucht, am Seegrund entstanden Regionen, die fast sauerstofffrei waren. Fischarten, die dort ihre Eier ablegten, konnten sich nicht mehr vermehren. Als Reaktion wurden Ringkläranlagen gebaut. Die meisten Seen hatten dadurch bald wieder eine Wasserqualität, die nahe am natürlichen Zustand war. Damit stellten sie auch optimale Badegewässer dar. In den letzten Jahren mehrten sich die Hinweise, dass der Klimawandel negative Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Seen haben könnte. Die längere Vegetationsperiode und die stabilere Schichtung des Wasserkörpers führen dazu, dass sich die Algen wieder stärker vermehren. Es kommt auch zu Verschiebungen bei der Artenzusammensetzung der Algenpopulation, die es genau zu beobachten gilt.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Die Explosion von Beirut

Anatomie einer Katastrophe (4). Gestaltung: Monika Halkort Die Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 war eine der schwersten nicht-nuklearen Katastrophen in der Geschichte. Rund drei Tonnen Ammonium- Nitrat hatten sich plötzlich, aus immer noch ungeklärten Gründen entzündet und eine Druckwelle in Gang gesetzt die das Kernstück des Hafens, sowie die umliegenden Bezirke, in Schutt und Asche legten. 211 Menschen starben, mehr als 6.500 wurden verletzt, mit zum Teil lebenslänglichen Folgen. Der Sachschaden an Häusern und Infrastruktur wird auf 4 Milliarden Dollar geschätzt. Die konkreten Umstände der Katastrophe liegen bis heute im Dunkeln. Fest steht, dass die hochexplosive Chemikalie unter grober Missachtung aller Sicherheitsbestimmungen, auf engstem Raum, unmittelbar neben Feuerwerkskörpern und leicht entflammbaren Autoreifen gelagert war. Die räumliche Anordnung der Güter, so der UN Sprengstoff Experte Gareth Collett, glich einem improvisierten Sprengsatz in der Größenordnung einer Lagerhalle, der nur darauf wartet zu explodieren. Die Umstände waren geradezu darauf ausgelegt, eine Explosion herbeizuführen. Bis dato ist niemand für die Explosion und ihre verheerenden Folgen zu Verantwortung gezogen worden. Führende Beamte der Zoll- und Hafenverwaltung sind zwar unmittelbar nach der Katastrophe verhaftet worden, aber rechtskräftige Urteile und Anklagen stehen aus. Der Untersuchungsrichter, der mit der Ermittlung zu den Ursachen des Desasters betraut wurde, ist mittlerweile abgesetzt worden. Er hatte sich das Recht herausgenommen, führende Regierungsvertreter und Ministeriumsbeamte zum Verhör zu laden, und setzte sich damit ins politische Aus. Anstatt Licht in die dunkle Schattenwirtschaft im Hafen zu bringen, haben alle offiziellen und inoffiziellen Ausklärungsversuche bisher nur neue, ungelöste Fragen und Rätsel zu Tage gebracht. Monika Halkort macht sich in einer 4-teiligen Radiokolleg Reihe auf die Spur der mysteriösen Faktenlage. Ihre Spurensuche führt zurück in die Wirtschaftswunderjahre der 50er und 60er Jahren, als der Libanon und seine Häfen zentrale Verhandlungsmasse im Kampf um die Ölressourcen und die daran geknüpfte politische wie militärische Kontrolle in der Region waren. Der Wettlauf zwischen den damaligen Supermächten USA, Russland und ihrer jeweiligen regionalen Verbündeten, legte den Grundstein für Rentierökonomie, die das Land mehr und mehr von externen Interessen und Investitionen abhängig machte und das politische Leben zutiefst gespalten und an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat. Die Explosion im Hafen von Beirut markiert den bislang verheerendsten Höhepunkt einer zutiefst bankrotten wirtschaftlichen und politische Ordnung, die den Staat und seine Infrastruktur zum Selbstbedienungsladen einer kleinen, alteingesessenen Elite an Kauf- und Handelsfamilien gemacht hat.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Sehnsuchtsort Kleingarten

Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (4), Gestaltung: Kim Shirin Cupal Man kennt ihn hierzulande vor allem als Kleingarten aber auch als Schreber- oder Heimgarten oder gar als Parzelle ist er den Menschen ein Begriff. All diese Namen beschreiben das Gleiche: ein Stück eigenes Grün, eingezäunt und seit jeher von Kleingartenvereinen verwaltet. Eine besondere Rolle spielen diese Anlagen vor allem in Wien, wo sie längst als eingesessene Institution gelten. Hier gibt es heute über 26.800 Kleingärtner/innen, organisiert in 247 Vereinen. Der Großteil dieser Menschen lebt bereits dauerhaft in den heute mit Einfamilienhäusern versehenen Siedlungen, während eine immer kleiner werdende Gruppe nach wie vor an alten Beeten, Obstbäumen und Holzhütterln festhält. Die Geschichte des Kleingartenwesens ist lang, bunt und vielfältig und vor allem ist sie noch lange nicht am Ende. Es waren einstige Größen, wie der Krankenpfleger und Naturheilkundler Florian Berndl - Schöpfer des Gänsehäufels - die nach und nach die Kleingartenidee in Wien verwirklichten. Mit seinem "Neu-Brasilien" war er einer der ersten, der die Städter durch das Arbeiten im Garten zu einer natürlichen Lebensweise zurückführen wollte. Auch der 1882 in Wien geborene Nationalökonom, Arbeiter- und Volksbildner Otto Neurath gilt als maßgeblicher Mitgestalter der Bewegung. Er gründete 1920 den Österreichischen Verband für Siedlungs- und Kleingartenwesen, um die in Wien herrschenden Wohnungsknappheit und die Not der Siedler zu lindern, die Stadtplanung als Integration von Interessen von oben und unten voranzubringen und um Ordnung in die chaosähnliche Baubewegung bringen zu können. Eine wesentliche Rolle spielte dabei auch die Architektur Ikone Margarete Schüttte-Lihotzky, die 1920 erfolgreich die Zukunft des Wohnens in den Vorstädten propagierte und mit den von ihr entworfenen Notunterkünften, Inneneinrichtungen und Kernhäusern in die Geschichte eingehen sollte. Ein Radiokolleg von den Anfängen, über zur Gegenwart und hin zur Zukunft: Der Kleingarten als einstiger Kinderspielplatz, über zum wichtigsten Nahrungslieferanten für hungernde Städter, bis hin zum begehrten Spekulationsobjekt. Zudem erfahren wir, wie es um die Grünflächen in der Zukunft bestellt ist, welche Rollen sie in einer sich immer stärker erhitzenden Stadt spielen werden und ob weiterhin ein jeder ein Recht auf seinen eigenen kleinen Garten haben wird.

09.45 Uhr
Radiokolleg - I have a stream

Musikkonzepte, die die Pandemie überdauern (4). Gestaltung: Katharina Hirschmann Musik zur Verständigung unter verschiedenen Kulturen, um soziale Konflikte zu lösen, um eine kulturelle Tradition fortzuführen. Die Rolle der Musik in unserer Gesellschaft ist seit jeher tief verankert - und äußerst vielfältig. Sie dient der Unterhaltung wie der Reflexion. Die Rolle der Musiker/innen schien bisher klar definiert. Sie waren die Übermittler dieser musikalischen Botschaften, im Rahmen von Tonträgern, vor allem aber im Rahmen von Live-Auftritten. Konzerte sind Raum der Interaktion, des Austauschs, der Reflexion - für die Musiker/innen, aber vor allem auch für das Publikum. Der performative und interaktive Akt, den diese Auftritte darstellten, sind mehr als nur Unterhaltung: sie sind Lebensquell für zahlreiche Menschen. Was aber passiert, wenn diese Form auf einmal nicht mehr existiert? Wenn Musiker/innen der Nährboden ihrer Existenz genommen wird? Wenn dem Publikum dieser Ort des Austauschs und der Reflexion genommen wird? Welche neuen Formen hat diese Situation zutage gebracht? Oder anders gefragt: Wenn das Medium die Botschaft ist, wie ändert sich die Botschaft, wenn das Medium in der bekannten Form nicht mehr existiert? Durch die Unmöglichkeit aufzutreten, wurde die Rolle der Musiker/innen grundlegend in Frage gestellt. Musikvermittlung hat dadurch gezwungenermaßen neue Formen angenommen. Dabei sind alternative Konzepte entstanden, die die Pandemie im besten Fall überdauern werden. Crossmarketing lautet eines der Schlagworte, mit denen Musiker/innen der Krise begegnet sind - und ihr standgehalten haben. In diesem Kontext wurde Musik oftmals zu einem Service, das mit anderen Produkten lediglich mitgeliefert wird. Dabei stellt sich die Frage, ob es zu einer Entwertung der Musik gekommen ist. Ausweichen in andere Räume war eine andere Möglichkeit im Umgang mit der Krise. Das Erkunden der Außenwelt fand Eingang ins Konzertwesen - seien es Wälder, Wiesen oder Dome. Auch das Internet spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Ob TikTok, Youtube oder andere Plattformen. Der virtuelle Raum bot eine Rückzugsmöglichkeit für zahlreiche Musikschaffende, die sich hier auf vielfältige Weise neu aufstellten - sei es in den allseits bekannten Wohnzimmerkonzerten per Stream oder in Form von DJ-Sessions im Rahmen von Computerspielen. Doch all das hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die wohl auch nach der Pandemie nicht so schnell rückgängig gemacht werden können. Denn was im Internet angeboten wird, ist zumeist ein kostenloses Service, was nicht nur den Wert der Musik neu festlegt, sondern auch den der Musiker/innen. Es zeichnet sich bereits ab, dass Gagen nach der Pandemie neu verhandelt werden müssen. Die Musikviertelstunde geht der Frage nach, ob und wie man die Rolle der Musiker/innen neu definieren muss und stellt Konzepte vor, die während der Pandemie im letzten Jahr entstanden sind, diese aber überdauern können.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Helene Breisach und Hans Georg Nicklaus. Gershwins Hit aus "Porgy and Bess" - zwischen Oper, Jazz und Musical Selten hat die Interpretation einer Oper so sehr zwei Gesichter wie im Falle von Gershwins "Porgy an Bess". Immer wieder wird die Frage gestellt: ist diese sogenannte "Folk Opera" (wie die New York Times sie damals nannte) eher im europäischen Opern-Stil einer "Grand opéra" gedacht oder doch mehr in der US-amerikanischen Musical- und Jazztradition verwurzelt? Zur vielleicht berühmtesten Arie dieser Oper "Summertime", als Wiegenlied in der ersten Szene von Clara, der Frau des Fischers, vorgetragen, wurde Gershwin angeblich durch ein ukrainisches Wiegenlied angeregt. Als eigenständiges Lied wurde "Summertime" quasi aus der Oper ausgekoppelt und avancierte zu einem Jazz- und Popstandard. Und so reichen die Interpretationen dieses Stücks von Belcanto bis Jazzgesang, von Grand opéra bis Musical. Helene Breisach und Hans Georg Nicklaus stellen Ihnen, erstmals im Moderationsduett, ihre Lieblingsinterpretationen vor.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Der schwarze Schwalbenschwanz". Von Banana Yoshimoto. Aus dem Japanischen von Annelie Ortmanns und Thomas Eggenberg. Es liest Johanna Lonsky Eigentlich wollen die beiden Freundinnen nur ein Picknick am Strand machen - doch dann erkennt eine von ihnen den Ort wieder, an dem ihre Eltern eine schwere Ehekrise hatten. Und es gibt noch mehr Magneten, um die Erinnerung zurückzuholen: den Song "Scarborough Fair", das Grillfeuer und eben den schwarzen Schmetterling. Der sorgt verlässlich für das Ende von Liebeskummer. Als Seelenmagierin wird die japanische Autorin Banana Yoshimoto oft bezeichnet. Ihre Bücher haben ungewöhnlich hohe Auflagen. Zwei Romane, "Kitchen" und "Tsugumi", wurden verfilmt. In ihrem Erzählband "Mein Körper weiß alles" geht es um seelische Grenzsituationen, in denen nur der Körper Gewissheiten vermittelt, heilsam und hellsichtig. Gestaltung: Ingrid Bertel Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Philipp Weismann. Kammer- und Klaviermusik von Nino Rota. Der italienische Komponist Nino Rota (1911-1979) ist vor allem für seine Filmmusik bekannt, er schrieb die Soundtracks für Filmklassiker uunter anderem von Federico Fellini oder Luchino Visconti. Rota war aber auch ein bedeutender Komponist für klassische Gattungen wie die Kammermusik. Einige dieser Stücke finden sich auf einer vor kurzem bei Alpha Classics erschienenen CD. Prominente Solisten wie der Flötist Emmanuel Pahud oder der Klarinettist Paul Meyer bringen Rotas Kompositionen zum Leuchten. Neben einem Trio für Flöte, Violine und Klavier und einem Quintett für Holzbläser ist unter anderem ein Nonett für Streicher, Bläser und Kontrabass zu entdecken. Zu hören ist eine elegante und fein ausgearbeitete Kammermusik, in der die Klangsprache des späten 19. Jahrhunderts ebenso durchschimmert wie avantgardistische Strömungen und Elemente der Filmmusik. Nicht nur für Filmfans eine Empfehlung.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Epochenerscheinung Elisabeth Schwarzkopf. Es wiederholte sich bei Elisabeth Schwarzkopfs späten Meisterkursen: Niemand konnte mit ihrem Stilwillen, ihrer künstlerischen Egozentrik, ihrem Ehrgeiz, sich aus der Geschichte der Interpretationskunst das Beste anzueignen, mithalten; bei niemandem sonst fand sie ihren Willen zu immer größerer Perfektion, immer charaktervollerem Verschmelzen von Ton und Wort wieder, und die Bereitschaft, endlos weiter zu "feilen". So vieles ist von Elisabeth Schwarzkopf noch präsent: die Debatten über ihre "NS-Vergangenheit"; die nun doch ans Licht geholten Kränkungen, die die Karrierebewusste am Weg nach ganz oben Kolleginnen angetan hatte. Dagegen stehen: ihr Dabeisein beim Wiener und Salzburger Mozart-Ensemble der 1940er und 50er Jahre; die die Mittel des Mediums auskostende Weise, in der sie sich (und Ehemann Walter Legge sie) per Mikrofon und Platte in London zur Matadorin der Interpretationsfinessen entwickelte; die Tondokumente vieler, vieler Schwarzkopf-Liederabende, perfektionistische Lehrstunden in Wort und Ton, mit viel Charme inszeniert. Elisabeth Schwarzkopf - einmalig auch im Janusköpfigen.

15.30 Uhr
Moment

Vom Hängen in der Telefonwarteschleife Es gibt Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Etwa dann, wenn man per Telefon eine Reise stornieren möchte oder eine Frage zum Handyvertrag hat, doch die Leitung besetzt ist. Trotz leichter Musik und einer zuvorkommenden Stimme, die die Wartezeit gefühlt verkürzen sollen, legt man meist nach nur wenigen Minuten auf. Was macht eine gute Telefonwarteschleife aus und wie reagiert man auf entnervte Kunden und Kundinnen? Eine Sendung über das Erleben an beiden Enden der Leitung und die wertvolle Zeit in der Mitte. Gestaltung: Noel Kriznik Rätsel des Alltags: Warum auf Landkarten manche Nationen zu groß oder zu klein abgebildet sind Gestaltung: Johanna Steiner

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Klaus Webhofer empfängt Rudi im Journalstudio und erzählt ihm, was diese Woche in Österreich und anderswo passiert ist. Gestaltung: Johann Kneihs

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Über den Kampf, den Tanz und die Werte eines Ritters Gestaltung: Ilse Huber Mit sieben Jahren kamen die Burschen weg von der Familie. Mit 21 Jahren erhielten sie ein eigenes Schwert. Dazwischen lagen 14 lange Jahre Ausbildung: Pferdekunde, Reitlehre, Schreiben und Lesen, Ausbildung in Musik und Tanz, Waffenkunde, Leibesübungen. Die Karriere führte vom Knappen über den Pagen endlich zum Ritter. Eine große Auszeichnung mit hohen Ansprüchen, denn mit dem Ritterschwur gehen auch hehre Werte einher: Treue, Loyalität und Unterstützung der Armen. Im Mittelalter schufen die Ritter in ihren Burgen ein Mini-Universum: Vom Maurer über den Zimmermann und Schmied bis hin zu Knechten und Mägden. Doch warum konnten keine Mädchen Ritter werden? Und warum besaßen Ritter eine Burg und kein Schloss? Und gibt es heute noch Ritter? Elisabeth Rastbichler und Christine Oberauer von der Universität Innsbruck machen mit den Ö1 Kinderunireportern Lionel Egg und Matthias Fröch sowie mit der Ö1 Kinderunireporterin Rokaia Moussa eine Zeitreise ins gar nicht so finstere Mittelalter.

16.55 Uhr
Komponistinnen - 24 Porträts aus 3 Jahrhunderten

Francesca Caccini

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Über Stock und Stein: Richie Winkler und Joe Abentung Joe Abentung, Kontrabassist mit Tiroler Wurzeln, steht für phantasiereiche Kompositionen in exquisiter Ausführung - so auch auf seinem dritten Trioalbum "Find the Path". Für die gelungene Umsetzung bürgen auch die beiden Weggefährten des Bandleaders: Oliver Kent am Klavier und Klemens Marktl am Schlagzeug sorgen für federleicht swingende, immer nahe und doch flexible Begleitung. Einen Weg mit immer wieder überraschenden Wendungen findet und beschreitet auch Richie Winkler. In den vergangenen Jahren war er vor allem im Grenzbereich von Jazz und Weltmusik, Klezmer und Balkan tätig, etwa im Sandy Lopicic Orkestar, dem Bucovina Club Orkestar von DJ Shantel, bei Großmütterchen Hatz und Klok oder in Markus Schirmers SCURDIA. Nun widmet sich der Saxofonist im Rahmen des Albums "Stitch Down" wieder seiner ursprünglichen Leidenschaft: dem Jazz. Und zwar mit zupackenden Eigenkompositionen und ebenso zupackenden Sidemen: Burkhard Frauenlob am Piano, Wolfram Derschmidt am Bass und Christian Stolz an den Drums schaffen eine dichte, spannungsreiche Atmosphäre. Was beide Alben auszeichnet, ist hörbare Leidenschaft und Freude am Spiel in der Konstellation der klassischen Trio- bzw. Quartett-Besetzung, die auf diesen CDs ganz und gar nicht alt klingt.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte Sommerserie

Von den Anfängen bis zur Gegenwart Die Geschichte Österreichs in 29 Kapiteln mit: dem Historiker Ernst Bruckmüller und dem Ö1-Redakteur Wolfgang Ritschl Das Österreich, das wir heute kennen, gibt es erst seit den Erfolgen der Schirennläufer in den 1970er-Jahren - könnte man überspitzt sagen. Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Bruckmüller beschreibt eine späte Nationsbildung auf dem Gebiet dessen, was nach dem Ende der Habsburgermonarchie zu Österreich erklärt wurde. Für ihn ist die österreichische Geschichte aber eine, die immer schon eine eminent europäische Geschichte war. Der Blick zurück zeigt, dass man hier stets eingebunden war in alles, was Europa betraf. An der Universität war Ernst Bruckmüller bekannt für den launigen Ton seiner Vorlesungen, die das kurzfristige Handeln der Akteure stets mit den langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Strömungen in Bezug setzten. Als Krönung seines Gelehrtenlebens hat der nunmehr emeritierte Professor eine umfangreiche "Österreichische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart" veröffentlicht, im September wird diese auch in einer überarbeiteten Kurzform erscheinen. 29 Kapitel umfasst die "Betrifft: Geschichte"-Sommerserie, in der Ernst Bruckmüller im Gespräch mit Wolfgang Ritschl die österreichische Geschichte noch weiter verdichten wird.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Heuer begeht der Nationalpark ein mehrfaches Jubiläum - ein guter Anlass für einen ausgiebigen Besuch. Gestaltung: Sonja Bettel Österreich hat sechs Nationalparks: Hohe Tauern, Neusiedlersee-Seewinkel, Donauauen, Kalkalpen, Thayatal und Gesäuse. Die Nationalparks sind schöne Ziele für einen Tagesausflug oder Urlaub, sie bieten den Besuchenden Erlebnis, Erholung, Bewegung und Bildung, schützen ein Stück Natur und sind ein wichtiges Freiluft-Labor für die Forschung. Was jetzt so einen stimmigen und harmonischen Eindruck macht, wurde aber meist hart erkämpft, denn der Naturschutz steht immer in Konflikt mit der Naturnutzung. Am schwierigsten hatte es der erste Nationalpark in Österreich, jener in den Hohen Tauern. Seine Gründung geht auf die Heiligenbluter Erklärung im Jahr 1971 zurück. Besonders herausfordernd war, dass gleich drei Bundesländer, nämlich Kärnten, Salzburg und Tirol beteiligt sind, denn Naturschutz ist in Österreich bekanntermaßen Ländersache. 1981 wurden die ersten Gebiete des Nationalparks Hohe Tauern dann schließlich eröffnet.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Das Monatsmagazin Redaktion und Moderation: Armin Stadler

19.30 Uhr
Kammermusikfest Lockenhaus 2021

Nicolas Altstaedt und Freunde. "Sinneserwachen". 40 Jahre Kammermusikfest Lockenhaus (aufgenommen vom 8. - 17. Juli in der Pfarrkirche Lockenhaus). Präsentation: Gerhard Krammer

21.00 Uhr
Im Gespräch

Sommerreprisen "True Lies". Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Xenia Hausner, Malerin (WH 18.03.2021) Sie gilt als eine der wichtigsten Malerinnen der Gegenwart: Xenia Hausner. Die Werke der Künstlerin, die früher als Bühnenbildnerin tätig war, zeichnen sich durch den Aspekt der Inszenierung aus. In ihrem Atelier werden Autofragmente oder Zugabteile zu Kulissen, triviale Alltagsgegenstände zu Mitspielern ihrer eigentümlichen Szenarien und ihre Modelle zu Figuren, die sich gängigen Lesarten entziehen. Xenia Hausner zieht dem Eindeutigen das Widersprüchliche vor und regt die BetrachterInnen ihrer Werke so auch zu einer Innenschau an. Ab 30. April zeigt die Albertina unter dem Titel "True Lies" Xenia Hausners Arbeiten von den frühen 1990er-Jahren bis zu ihrer jüngsten "Exiles"-Serie. Xenia Hausner wurde 1951 in eine Wiener Künstlerfamilie geboren. Sie studierte Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste Wien sowie an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Bis 1992 arbeitete Xenia Hausner als Bühnenbildnerin an unterschiedlichen Theater- und Opernhäusern, darunter auch bei den Salzburger Festspielen. Die in Wien und Berlin lebende Malerin ist Gründungsmitglied der internationalen Non-Profit-Organisation "Women Without Borders". Renata Schmidtkunz spricht mit Xenia Hausner über Ambiguität und über das, was sich nicht auf den ersten Blick zu erkennen gibt.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Die Explosion von Beirut. Anatomie einer Katastrophe (4). Gestaltung: Monika Halkort Sehnsuchtsort Kleingarten. Vom Nahrungsmittellieferant zum Spekulationsobjekt (4). Gestaltung: Kim Shirin Cupal I have a stream. Musikkonzepte, die die Pandemie überdauern (4). Gestaltung: Katharina Hirschmann

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Brian Eno zu Gast beim Elevate Festival 2021 Gewöhnlich nehmen wir Musik als eine sich bewegende und kontinuierlich weiterentwickelnde Form wahr, während wir in einem Gemälde eine abgeschlossene, in sich ruhende Form sehen. Mit seinem audiovisuellen Projekt "77 Million Paintings" möchte Brian Eno dieses Verhältnis umdrehen. Eine in sich scheinbar ruhende, den Raum als Atmosphäre füllende Musik, erklingt zu sich langsam verändernden digitalen Bildern. "Ich versuche den Ort zwischen diesen beiden Formen zu finden, zwischen dem traditionellen Konzept der Musik und dem traditionellen Konzept der Malerei", schreibt der Künstler in einem begleitenden Text. Nachdem Eno mit "77 Million Paintings" in den vergangenen fünfzehn Jahren mehrmals rund um den Globus gereist ist, war er Anfang März nun in Graz zu Gast. Das Elevate Festival lud ihn ein, "77 Million Paintings" im Dom im Berg zu präsentieren, wobei die Musik für die 48.1kanalige Ambisonics-Anlage extra neu aufbereitet wurde. Ein immersives audiovisuelles Erlebnis, in das man bis zum 28. August eintauchen kann. Die wohl bekannteste Platte des so renommierten Musikers, Komponisten, Plattenproduzenten und bildenden Künstlers ist "Ambient 1: Music For Airports" (1978), die nicht zuletzt zum Namensgeber für das Musikgenre Ambient wurde. Umso feiner, dass Brian Enos Musik nun auch im Lift des Grazer Schlossberges zu hören ist. Im Rahmen ihrer 2020 begonnenen Reihe "Music for Elevators" luden die Veranstalter des Elevate Festivals nach Jimi Tenor nun also Eno ein, Stücke für die Beschallung des Schlossberg-Liftes zu komponieren. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten