Features im Radio

Features

Montag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Die menschengerechte Wildnis

Tiergärten in Österreich (1). Gestaltung: Julia Grillmayr Der Tiergarten Schönbrunn gilt als der älteste bestehende Zoo der Welt. Seit knapp 270 Jahren werden auf diesem Gebiet in Hietzing wilde Tiere gehalten. Die heutige Anlage hat aber nur noch wenig mit der ursprünglichen "kaiserlichen Menagerie" zu tun. Allein ein winziger, karger Löwenkäfig, inzwischen selbst zum Ausstellungsstück geworden, erinnert an die damalige Architektur. Die heutigen Gehege der Tiere sind wesentlich geräumiger und artgerechter. Tiergärten haben heute gänzlich neue Aufgaben und Funktionen, die weit über die Erholung und das Entertainment der Besucherinnen hinausgehen. Sie sind in zahlreiche Forschungs- und Arterhaltungsprojekte eingebunden und international gue vernetzt. Weltweit gibt es Versuche, nicht nur vom Aussterben bedrohte Tiere in Zoos zu halten, sondern diese auch in die freie Natur auszuwildern. Darüber hinaus haben moderne Tiergärten einen Bildungsauftrag, der über Verhalten und Habitat, sowie die Bedürfnisse der Tiere aufklären soll. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass Zoo-Tiere in einem vom Menschen definierten Bereich leben müssen, der um ein Vielfaches kleiner ist als ihr natürlicher Lebensraum. Der Tiergarten ist ein ambivalenter Ort, an dem verschiedene Positionen von Tierschutz und Tierethik deutlich werden. Nicht zuletzt diese Ambivalenz macht den Tiergarten zu einem spannenden Phänomen, um über Mensch-Tier-Beziehungen und die fließenden Grenzen zwischen den menschlichen und nicht-menschlichen Tieren nachzudenken, wie auch die zahlreichen literarischen und kulturellen Bearbeitungen des Zoo-Motivs zeigen. Das Radiokolleg "Die menschengerechte Wildnis" macht einen Rundgang durch ausgewählte Tiergärten und -parks in ganz Österreich und beleuchtet ihre Geschichte, ihr Selbstverständnis und die anhaltende Faszination, die sie umgibt.

Montag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Regensburger Altstadt Ein Weltkulturerbe Willibald und Walburga von Eichstätt Missionierung in Bayern Das Kalenderblatt 30.11.1872 Das erste Fußball-Länderspiel endete 0:0 Von Isabella Arcucci Regensburger Altstadt - Ein Weltkulturerbe Autor: Florian Kummert / Regie: Christiane Klenz Als er im September 1786 über die Steinerne Brücke kommend die freie Reichsstadt Regensburg erblickte, notierte Johann Wolfgang von Goethe: "Regensburg liegt gar schön. Die Gegend musste eine Stadt hierherlocken." Dies hatten bereits die Römer erkannt, die am nördlichsten Punkt der Donau 179 n. Chr. ihr Lager Castra Regina errichteten. Dessen Überreste sind teilweise heute noch sichtbar und haben auch den Verlauf der Altstadt geprägt, ein Areal, in der zwei Jahrtausende europäischer Geschichte erlebbar sind. Nicht zuletzt deswegen wurde im Juli 2006 die Altstadt von Regensburg zusammen mit Stadtamhof in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Diese gesamte mittelalterliche Stadtlandschaft beiderseits der Donau mit ihren über 1000 Baudenkmälern bietet den größten zusammenhängenden Bestand an originaler romanischer und gotischer Architektur nördlich der Alpen. Eine Boomtown des Mittelalters, wie die zahlreichen Bürgerhäuser mit ihren Geschlechtertürmen belegen, der Sitz des ersten europäischen Parlaments als Stadt des Immerwährenden Reichstages sowie Heimatort von bedeutenden Kirchen, Klöstern und Stiften, die als Zeugnisse politischer und kirchlicher Macht Einblick geben in die Vergangenheit der heimlichen Hauptstadt Bayerns. Willibald und Walburga von Eichstätt - Missionierung in Bayern Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Axel Wostry Das christliche Bayern im 8. Jahrhundert war relativ selbstständig und der Einfluss des Papstes und der fränkischen Landeskirche nicht sehr groß. Um dies zu ändern, traten angelsächsische Missionare wie zum Beispiel Willibald auf den Plan, der nach abenteuerlicher Pilgerreise 739 in die Mission nach Deutschland berufen und zwei Jahre später der erste Bischof von Eichstätt wurde. Außerdem gründete er ein Doppelkloster im fränkischen Heidenheim und setzte seine Schwester Walburga als Äbtissin ein. Diese Frau hat, tatkräftig, liebevoll und fromm, nach ihrer Heiligsprechung eine besondere Strahlkraft entwickelt: bis heute wird sie, nicht nur im Bistum Eichstätt, nahezu zärtlich verehrt. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1956, 1968, 1990, 1998 (1). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche *1956 Künstliche Intelligenz* Im Sommer 1956 beantragen die Forscher John McCarthy, Marvin Minsky, Nathaniel Rochester und Claude Shannon am Dartmouth College in New Hampshire ihr Forschungsprojekt mit dem Titel "Dartmouth Summer Research Project on Artificial Intelligence". Durch die Konferenz wird nicht nur der Begriff "artificial Intelligence", geprägt, AI gilt auch als Meilenstein für die Etablierung des Forschungsfelds, das sich mit künstlicher Intelligenz befasst. Ein Forschungsfeld, das unter anderem Sprachassistenten, selbstfahrende Autos und smarte Devices realisiert hat.

Montag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Bühnenbild, Plattencover und digitale Visualisierung

Die Musik als Gesamtkunstwerk (1). Gestaltung: Richard Brem Das Bühnenbild der Oper kann als eine Urform der Visualisierung von Musik gesehen werden. Diente es zunächst bloß als Kulisse und zur groben szenischen Verortung, erfuhr es im 19. Jahrhundert eine Aufwertung als Richard Wagner und Adolphe Appia in ihren musiktheoretischen Schriften die Verbindung von Musik und Malerei zum "Gesamtkunstwerk" propagierten. Der Begriff des "Gesamtkunstwerks" tauchte ein Jahrhundert später dann auch im Zusammenhang mit Plattencovern auf. Diese waren anfangs nur schmucklose Schutzhüllen gewesen, ehe sie von Plattenfirmen zunächst als Werbefläche und später von Pop- und Rockgruppen als kreative Ausdrucksmittel entdeckt wurden. Musikalben wie "Sgt. Pepper"s Lonely Hearts Club Band" von den Beatles, "Dark Side of the Moon" von Pink Floyd oder "Never Mind the Bollocks" von den Sex Pistols verdanken gerade ihren LP-Covers ihren heute noch legendären Ruf. In den 1950er und 1960er Jahren drangen Musiker und Musikerinnen in neue Bereiche vor. Stars wie Elvis Presley oder die Beatles produzierten nicht nur Singles und Alben, sondern auch Spielfilme - nicht selten von fragwürdiger künstlerischer Qualität. Zu jener Zeit kamen auch Münzautomaten mit Namen wie "Cinebox" oder "Scopitone" auf. Diese funktionierten nach dem Prinzip der Jukebox, spielten aber nicht bloß Songs, sondern auch kurze, eigens gedrehte Musikfilme - eine Vorform der Musikvideos, die in den 1980er Jahren mit dem Start des Musikfernsehens zu ihrer Hochblüte gelangen sollten. Heute haben Musikfernsehen und Musikvideos ihre einstige Bedeutung verloren. Und mit dem vorwiegend digitalen Vertrieb von Musik gibt es heute auch immer weniger physische Tonträger und damit Verpackungsflächen, die sich illustrieren und künstlerisch gestalten ließen. Doch an ihre Stelle sind neue, digitale Formen des Visualisierung von Musik getreten - von VJs, visuellen Disc Jockeys, bis zu Video Synthesizern.

Montag 10:04 Uhr WDR5

Neugier genügt

Mit Achim Schmitz-Forte Redezeit mit Albert Ritter, Schausteller: Weihnachtsmarkt abgesagt Feature: Worum geht es bei QAnon? zur vollen Stunde WDR aktuell Wiederholung: Di 04.03 Uhr

Montag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Die Schlacht am Weißen Berg Das Ende des Winterkönigs Der oberösterreichische Bauernkrieg Bayern gegen Protestanten Das Kalenderblatt 30.11.1872 Das erste Fußball-Länderspiel endete 0:0 Von Isabella Arcucci Die Schlacht am Weißen Berg - das Ende des Winterkönigs Autor: Christian Lappe / Regie: Christiane Klenz Winterkönig, was klingt, wie der Name eines Helden aus dem Märchen, war jedoch der Titel, den seine Feinde in die Welt gesetzt hatten, um Friedrich V., Kurfürst von der Pfalz, den König von Böhmen zu verhöhnen. Denn gerade mal ein Jahr, einen Winter lang, konnte er die Freuden seiner Regentschaft genießen. Dabei mangelte es dem gerade einmal 23jährigen an allem: an Bündnispartnern, an Strategien, an Geld und vor allem an persönlicher Eignung, um die Bedrohungen seines böhmischen Königtums abzuwehren. Denn er hatte mächtige Gegner: Da war der Kaiser, Ferdinand II., den die böhmischen Stände nicht mehr als ihren König anerkennen wollten; mit seinen mächtigen Verwandten in Spanien und dem bayerischen Herzog Maximilian I. Es ging um Glaubensfragen. Die böhmischen Stände wollten ihren Glauben selbst bestimmen. Daher wählten sie statt des streng katholischen Habsburgers, den Calvinisten Friedrich zu ihrem Oberhaupt. Aber die böhmische Rebellion rüttelte auch an den Grundfesten monarchischer Ordnung. Stände erhoben sich gegen ihren rechtmäßigen Herrn. Das war auch den meisten Protestanten im Reich und in Europa zu viel. Sollten die böhmischen Stände Erfolg haben und dieses Beispiel Schule machen, war es um die gerade aufblühende Souveränität der Fürsten und Landesherren geschehen. Auf sich allein gestellt, war sein Scheitern nur eine Frage der Zeit. Der oberösterreichische Bauernkrieg - Bayern gegen Protestanten Autor: Thomas Grasberger / Regie: Kirsten Böttcher Als im Mai 1618 protestantische Stände in Böhmen gegen den katholischen Kaiser in Wien rebellieren, beginnt der Dreißigjährige Krieg. An der Seite der Aufständischen stehen die Adligen Oberösterreichs. Habsburg ist in der Krise und muss den bayerischen Herzog Maximilian I. um militärische Hilfe bitten. Der gewährt sie, allerdings nicht umsonst. Bayern erhält Oberösterreich als Pfand und setzt einen gebürtigen Österreicher als Statthalter ein. Adam Graf Herberstorff wird neun Jahre lang im Schloss von Linz residieren und zum meistgehassten Mann Oberösterreichs werden. Denn seine harte Hand bei der Rekatholisierung des besetzen Landes führt 1625/26 zu einem Bauernaufstand, der blutig niedergeschlagen wird. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz

Montag 18:00 Uhr Alex Berlin

Rimella: Ein Leben jenseits der Idylle

Ein Feature: Über das piemontesische Bergdorf Rimella

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Männlicher Feminismus Wenn Männer für Frauenrechte eintreten Von Christina Küfner Der Feminismus war bislang eine Bewegung der Frauen. Ihr Kampf um gleiche Rechte und mehr Anerkennung in einer Welt, die traditionell von Männern dominiert wird. Inzwischen gibt es allerdings auch Männer, die sich als Feministen bezeichnen und aktiv für die Gleichstellung von Frauen eintreten - sowie für ein neues Verständnis davon, was Männlichkeit sein könnte. Nach wie vor existieren tief verankerte Vorstellungen davon, was zum Mann-Sein gehört. Sie determinieren das Verhalten von Männern in der Gesellschaft und entfalten an vielen Stellen auch eine schädliche Wirkung. Was können männliche Feministen hier verändern? Können sie dort durchdringen, wo Frauen nicht gehört werden? Und was sagen Feministinnen dazu, wenn Männer sich anschicken, für ihre Sache zu sprechen?

Montag 20:35 Uhr NDR Info

Das Forum

Am Limit - Gesundheitsämter in der Corona-Krise Feature von Birgit Augustin Mehr als eine Million Menschen in Deutschland haben sich schon mit dem Coronavirus infiziert. Am 27. November ist die Millionengrenze nach Angaben des Robert-Koch-Institutes überschritten worden. Trotz der vor vier Wochen verhängten Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben melden die Gesundheitsämter bundesweit täglich fast 20.000 neue Infektionen. Viele der rund 400 Gesundheitsämter arbeiten am Limit. Sie können die Kontakte der Covid-19 Erkrankten erst Tage später, oft auch gar nicht nachverfolgen. Trotz Corona-Warn-App und trotz Personalaufstockung aus anderen Bereichen. Datenschutz und unterschiedliche Software-Programme in den Ämtern machen es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schwer, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind sie das "Herzstück der Pandemiebekämpfung". Einblicke in den Arbeitsalltag der Gesundheitsämter von Plön und Bad Segeberg.

Montag 21:00 Uhr Bremen Zwei

ARD Radiofeature: "Legal Highs"

"Legal Highs" sind neue, wirkungsstarke Drogen. Erkennt und verbietet der Gesetzgeber eine entsprechende Substanz, werden bald darauf neue chemische Verbindungen vertrieben - teils sogar über bekannte Onlineportale.

Montag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Die menschengerechte Wildnis.Tiergärten in Österreich (1). Gestaltung: Julia Grillmayr Datenpunkte im Informationszeitalter. 1956, 1983, 1990, 1998 (1). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche Bühnenbild, Plattencover und digitale Visualisierun. Die Musik als Gesamtkunstwerk (1). Gestaltung: Richard Brem

Sonntag Dienstag